Luftverkehr in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Ausbreitung des Coronavirus hat die Luftfahrt vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Der Passagierluftverkehr war aufgrund von Einreisebeschränkungen und der eingebrochenen Nachfrage weltweit praktisch zum Erliegen gekommen. Auch der Transport per Luftfracht ist aufgrund der weltweit eingebrochenen Konjunktur weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Deutschland und viele andere Staaten der Welt arbeiten intensiv daran, das Infektionsgeschehen mit zahlreichen Maßnahmen im Griff zu behalten und damit Schritt für Schritt das öffentliche Leben wieder hochzufahren. Das Bundeskabinett hat die pauschale weltweite Reisewarnung zum 15. Juni aufgehoben. Damit wird das Reisen wieder zwischen Ländern ermöglicht, in denen sich die Menschen an Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten und dadurch das Infektionsrisiko gesunken ist.

In den kommenden Tagen und Wochen nehmen deutsche und ausländische Fluggesellschaften an den hiesigen Flughäfen zahlreiche Flugverbindungen wieder auf. Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf europäischen Zielen.

Damit Flugreisen in der aktuellen Situation gesundheitlich sicher sind, haben unsere Flughäfen und Fluggesellschaften gemeinsam mit den Behörden Vorsichts- und Hygienemaßnahmen entwickelt. Diese Maßnahmen stehen auch im Einklang mit Empfehlungen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO sowie der europäischen Behörden für Flugsicherheit und für Gesundheit.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Überblick

Maßnahmen vor Antritt der Reise:

  • Passagiere werden bereits beim Check-in über zusätzliche Schutzmaßnahmen informiert.
  • Passagiere werden insbesondere auf die Maskenpflicht hingewiesen und gebeten, eine Maske mitzuführen.
  • Beim Einchecken bestätigen Passagiere, dass sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.
  • Fluggesellschaften vergeben fest zugewiesene Sitzplätze, die eine eventuelle Nachverfolgung ermöglichen.

 

Maßnahmen am Flughafen:

  • Passagiere werden auf Regeln zur hygienischen Händedesinfektion und Etikette beim Husten hingewiesen.
  • Wo immer es möglich ist, soll Abstand zu anderen Reisenden gewahrt werden – darauf wird z. B. durch Bodenmarkierungen und die Umgestaltung der Wartebereiche hingewiesen.
  • Da Abstand halten nicht überall möglich ist (u.a. an den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckentgegennahme), gilt in den Flughafengebäuden eine generelle Maskenpflicht.
  • Für Beschäftigte mit engem Kundenkontakt gelten besondere Schutzmaßnahmen, z.B. eine Maskenpflicht und Glasfronten an den Schaltern.
  • Passagiere werden durch regelmäßige Ansagen, Plakate, Videos, Bodenmarkierungen etc. für die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sensibilisiert.

 

Maßnahmen beim Einsteigen und Aussteigen:

  • Der Boarding-Prozess wird verlangsamt, um das Abstandhalten zu erleichtern.
  • Wo immer es möglich ist, werden für das Boarding Fluggastbrücken eingesetzt.
  • Falls doch ein Bus-Boarding nötig ist, sollen mehr Busse eingesetzt werden.

 

Maßnahmen an Bord des Flugzeugs:

  • Die Luft für die Kabine ist rein und wird stetig ausgetauscht:
  • Sie wird durch die Decke in die Kabine gepumpt und unterhalb der Fenstersitze wieder abgesaugt. Auf diese Weise werden Längsströmungen minimiert.
  • Sie besteht hälftig aus frisch eingeleiteter Außenluft (Komplettaustausch in 3 Minuten) sowie Rezirkulationsluft (Komplettaustausch in 2-3 Minuten).
  • Vor dem Einleiten entfernen HEPA-Filter Viren, Bakterien, Pilze und Staub zu über 99,9 % aus der Rezirkulationsluft.
  • An Bord gilt vom Einsteigen bis zum Aussteigen eine Maskenpflicht.
  • Der Bordservice wird auf das Notwendige reduziert. So wird beispielsweise auf das Servieren von offenen Speisen und Getränken verzichtet.

 

Mit diesen Maßnahmen gehören Flughäfen und Flugzeuge zu den sichersten Orten im öffentlichen Raum. In ihren Leitlinien haben die europäischen Behörden für Gesundheit und für Flugsicherheit erneut bestätigt, dass bislang kein einziger Fall bekannt ist, in dem sich jemand an Bord eines Flugzeugs mit Covid-19 angesteckt hat.

Alle unsere Unternehmen stehen in ständigem Austausch mit den zuständigen Institutionen und Behörden, um Prozesse gegebenenfalls schnell anpassen zu können.

Weiterführende Informationen

Die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft halten auf ihren Webseiten Informationen zur Coronakrise für Sie bereit:

Reisende sollten sich vor jeder Reise genau über die im Zielland geltenden Regelungen informieren.

Die aktuellen Reisehinweise der Bundesregierung finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.