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Anlässlich der ersten Lesung im Deutschen Bundestag zur Absenkung der Luftverkehrsteuer erklärt BDL-Präsident Jens Bischof:

„Die geplante Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer ist ein wichtiges Signal und ein erster richtiger Schritt zur Stärkung des Luftverkehrsstandorts Deutschland. Klar ist aber auch: Weitere Entlastungen müssen folgen.

Der Luftverkehr ist der einzige Verkehrsträger in Deutschland, der seine Infrastruktur vollständig selbst finanziert – und darüber hinaus mit der Luftverkehrsteuer zusätzlich mit rund 2 Milliarden Euro pro Jahr belastet wird. Eine solche Sonderbelastung kennen 20 andere europäische Staaten nicht. Das schwächt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland massiv.

Deutschland braucht einen starken und souveränen Luftverkehr. Für unsere exportorientierte Wirtschaft, internationale Lieferketten und die globale Anbindung unseres Landes ist er von strategischer Bedeutung. Wir dürfen uns dabei nicht in immer stärkere Abhängigkeit von ausländischen Airlines und anderen Staaten begeben. Deshalb braucht der Luftverkehr dauerhaft faire Wettbewerbsbedingungen und spürbare Entlastungen.

Wichtig ist daher die rasche Umsetzung weiterer im Koalitionsvertrag angekündigter Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere die Dämpfung der Flugsicherungskosten, effizientere und kostengünstigere Luftsicherheitskontrollen sowie die Rückkehr zu einem fairen und ausgewogenen Absenkungsmechanismus, um die Kosten des EU-Emissionshandels auszugleichen.

Um kurzfristig die Folgen der Nahost-Krise abzudämpfen – insbesondere die Kostenexplosion beim Kerosin – ist zudem eine temporäre Aussetzung der Luftverkehrsteuer sinnvoll, um Liquidität im System zu halten und Konnektivität für Wirtschaft, Lieferketten und Tourismus zu sichern.“