Luftverkehrswirtschaft begrüßt Kabinettsbeschluss zum Drohnen-Betrieb

Sicherheit

Zum heutigen Kabinettsbeschluss der „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ erklärt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Wir begrüßen den Beschluss der Verordnung zum Drohnen-Betrieb. Dass die rechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Drohnen verschärft werden, ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Sicherheit.“ Neben Regelungen zu Flugverbotszonen und zur Qualifikation von Drohnenpiloten sieht der Entwurf unter anderem eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen vor.

"Wir begrüßen den Beschluss der Verordnung zum Drohnen-Betrieb. Dass die rechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Drohnen verschärft werden, ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Sicherheit."

BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft sieht zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für Drohnen in den vielfältigsten Bereichen, so etwa in der Katastrophenhilfe, für die Wartung von technischen Anlagen und für die Überwachung der Sicherheit bei wichtigen Industrie- und Infrastrukturanlage. Aber die Zahl von kommerziell und privat betriebenen Drohnen im deutschen Luftraum steigt rasant. Einer Hochrechnung der Deutschen Flugsicherung (DFS) zufolge werden derzeit in Deutschland mehr als 400.000 unbemannte Flugsysteme genutzt. Hauptgeschäftsführer von Randow: „Es ist richtig, dass die Gefahr, die durch die stetig wachsende Zahl gefährlicher Vorfälle mit Drohnen im Luftverkehr besteht, durch zusätzliche Sicherheitsauflagen gebannt wird. Die nun beschlossene Verordnung zum Drohnenbetrieb ist eine wichtige Voraussetzung, damit sich das Potenzial der zivilen Nutzung von Drohnen ausschöpfen lässt.“

Ein nächster wichtiger Schritt ist die Einführung einer Registrierungspflicht – ähnlich der bundesweiten Kfz-Erfassung. Dabei ist es sinnvoll, auf europäischer Ebene eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen mehr als 180.000 Mitarbeiter. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Millionen Fluggäste und trägt mit dem Transport von Außenhandelswaren im Wert von über 200 Milliarden Euro zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Ivo Rzegotta
Leiter Strategie und Kommunikation
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