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01. März 2012
Wirtschaft

Luftfahrt fordert: „Luftverkehrsteuer muss abgeschafft werden!“

Erste Bilanz: 5 Millionen Passagiere weniger

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hat heute in Berlin die Ergebnisse aus der Evaluierung der Luftverkehrsteuer vorgestellt. „Die seit Anfang 2011 erhobene Luftverkehrsteuer hat 5 Millionen Passagiere gekostet“, erklärt BDL‐Präsident Klaus‐Peter Siegloch bei der Vorstellung der Evaluierung. „Betroffen ist hiervon fast ausschließlich die deutsche Luftverkehrswirtschaft. Und damit nicht genug: Für den Staat ist die Luftverkehrsteuer eine Milchmädchenrechnung. Der Finanzminister hat fast 1 Milliarde Euro von den Fluggesellschaften kassiert, während Bund, Länder und Gemeinden über 550 Millionen Euro durch die Steuer wieder verloren haben.“ Sein Resümee: „Die Luftverkehrsteuer muss so schnell wie möglich wieder abgeschafft werden.“

Auf einer Pressekonferenz informierten neben Klaus‐Peter Siegloch, auch Christoph Blume, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, Dr. Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa, und Dr. Hartmut Mehdorn, CEO von Air Berlin, über die Auswirkungen der Luftverkehrsteuer.

Die Luftverkehrsteuer muss so schnell wie möglich wieder abgeschafft werden!

BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch

„Die Luftverkehrsteuer hat verheerende Wirkungen: Zwei Drittel aller Flughäfen kämpfen mit Stagnation oder Rückgängen bei den Passagieren“, so Christoph Blume über die Auswirkungen der Steuer an den deutschen Flughäfen. „Ein Teil dieser Passagiere ist auf ausländische Flughäfen ausgewichen und hat damit vor allem grenznahe deutsche Flughäfen geschädigt.“

„Der Luftverkehr ist ein international aufgestellter Verkehrsträger“, so Dr. Christoph Franz. „Lufthansa appelliert an die Bundesregierung, den volkswirtschaftlich schädlichen Alleingang bei der Luftverkehrsteuer baldmöglichst zu beenden.“

„Die Luftverkehrsteuer schadet deutschen Standortinteressen und vertreibt Wachstum und Arbeitsplätze ins Ausland“, so das Fazit von Dr. Hartmut Mehdorn. „Während sonst der Luftverkehr immer stärker wächst als die Volkswirtschaft, war in Deutschland 2011 das Gegenteil der Fall. Insbesondere der innerdeutsche Verkehr leidet nachweislich unter der Doppelbelastung von 16 Euro plus Mehrwertsteuer.“

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsames Sprachrohr der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Er wird geleitet von Klaus‐Peter Siegloch als Präsident und Matthias von Randow als Hauptgeschäftsführer. Der BDL setzt sich für eine Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland ein. Als zentraler Ansprechpartner für Politik, Medien und Öffentlichkeit, bündelt und kommuniziert er die Themen, die von Bedeutung für die Branche sind. Mitglieder des Verbandes sind Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und die Gebrüder Heinemann als Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr.