Falsche Weichenstellung für 3. Start- und Landebahn in München

Wirtschaft

Zu dem von den Koalitionsparteien CSU und Freien Wählern vorgestellten Koalitionsvertrag und dem darin enthaltenen Moratorium zur 3. Start- und Landebahn am Flughafen München erklärt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft:

Die anhaltend starke Nachfrage im Luftverkehr erfordert, dass wir am Wirtschaftsstandort Deutschland auch weiterhin bedarfsgerechte Kapazitäten luft- und bodenseitig schaffen. Das ist auch Kern des Luftverkehrskonzepts der Bundesregierung. Mit der 3. Start- und Landebahn in München gibt es vorausschauende Planungen, um künftige Kapazitätsengpässe vermeiden zu können. Seit der Inbetriebnahme des Flughafens in München 1992 hat sich das Passagieraufkommen auf über 44 Millionen im Jahr 2017 mehr als verdreifacht. Allein seit 2010 stieg es um über 20 Prozent. Ein Moratorium für die 3. Start- und Landebahn in München, für die alle juristischen Voraussetzungen seit 2015 geschaffen wurden, steht dazu im Widerspruch und stellt die falschen Weichen.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen mehr als 180.000 Mitarbeiter. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Millionen Fluggäste und trägt mit dem Transport von Außenhandelswaren im Wert von über 200 Milliarden Euro zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Carola Scheffler
Pressesprecherin, Leiterin Pressearbeit und Veranstaltungsmanagement
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