Luftverkehr unter dem Druck der Corona-Pandemie

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt die Luftfahrt vor nie dagewesene Herausforderungen. Der Passagierluftverkehr ist aufgrund von Einreisebeschränkungen und der eingebrochenen Nachfrage weltweit praktisch zum Erliegen gekommen. Für die Fluggesellschaften und Flughäfen heißt das, dass hohen Fixkosten in diesen Wochen so gut wie keine Umsätze gegenüberstehen. Unsere Unternehmen versuchen mit Kostensenkungen gegenzusteuern und auch Politik hat zugesagt, diese Anstrengungen mit Stabilisierungsmaßnahmen zu unterstützen.

Beispiellose Rückholaktion durch „Luftbrücke“

Die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft setzen alles daran, dass auch in dieser tiefen Krise der Luftfahrt ein Minimum an Luftverkehr aufrechterhalten werden kann. Denn gerade in dieser akuten Krisensituation wird deutlich, dass Luftverkehr systemrelevant und unerlässlich ist.

So realisieren unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Abstimmung mit der Bundesregierung eine beispiellose Rückholaktion und bringen rund 200.000 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zurück. Zudem tragen sie zur Versorgung der Bevölkerung und der produzierenden Wirtschaft bei, indem die elementaren Lieferketten mit der Luftfracht aufrechterhalten werden und die Luftfracht dazu – wo nötig – sogar ausgebaut wird. Auch einige wenige Linienverbindungen werden als Grundversorgung weiter geflogen.

Fliegen – auch in Zeiten von Corona sicher

Alle unsere Unternehmen stehen in ständigem Austausch mit den zuständigen Institutionen und Behörden, um sich über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie zu informieren und Prozesse gegebenenfalls schnell anpassen zu können.

Das Risiko, sich während einer Flugreise mit dem Virus anzustecken, ist extrem gering. Das bestätigen auch das Robert-Koch-Institut (RKI) und europäische Partnerbehörden: Demnach ist bei der Rückverfolgung von Infektionsketten europaweit bislang kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem eine Ansteckung mit Covid-19 an Bord eines Flugzeugs erfolgt ist.

Die Kabinenluft ist frisch bzw. der zirkulierende Anteil wird fortwährend gefiltert und von Verunreinigungen wie Staub, Bakterien und Viren gesäubert. Hierfür werden spezielle Hochleistungspartikelfilter benutzt. Der Abscheidegrad dieser Filter entspricht dem Standard der Filter eines klinischen Operationssaals. Durch die Verwendung dieser speziellen Filter ist die Kabinenluft sauberer als jene, die der Mensch auf der Erde einatmet. Darüber hinaus findet die Luftströmung in Flugzeugen von oben nach unten statt. Es gibt keine horizontale Luftströmung seitwärts oder in Längsrichtung.

Sollte an Bord ein Verdachtsfall auftreten, sind die Crews entsprechend geschult.

Am Flughafen werden die Prozesse entzerrt, wo immer es möglich ist, damit sich die Passagiere nicht zu nahe kommen. Markierungen am Boden und regelmäßige Durchsagen an unseren Flughäfen erinnern an den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Das Ein- und Aussteigen erfolgt, wo immer dies möglich ist, über die Fluggastbrücken. Sollte in Ausnahmefällen doch der Einsatz von Bussen notwendig sein, um Passagiere zum Flugzeug bzw. zum Terminal zu transportieren, werden mehr Busse eingesetzt. Auch an Bord der Flugzeuge wurden Prozesse angepasst, um die Kontaktintensität zwischen dem Kabinenpersonal und den Passagieren zu minimieren.

Ansonsten gilt: Nur wer sich gesund fühlt, sollte seine Reise antreten. Passagiere mit Symptomen sollten sich vor Reiseantritt mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen.

Die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft halten auf ihren Webseiten Informationen zur Coronakrise für Sie bereit:

Sie sind aktuell im Ausland und möchten zurück nach Deutschland fliegen? Unter www.rueckholprogramm.de können Sie sich für die Rückholaktion registrieren lassen.