Corona-Pandemie – Hygiene- und Schutzmaßnahmen im deutschen Luftverkehr im Überblick

Die Summe dieser Maßnahmen macht das Flugzeug zu einer der sichersten Arten zu reisen. Das wird inzwischen durch mehrere Studien wissenschaftlich belegt. So ist laut Berechnungen der Flugzeughersteller Airbus, Boeing und Embraer die Ansteckungsgefahr in ihren Maschinen geringer als am Boden. Der Weltluftfahrt-Verband IATA, der die Studie gemeinsam mit den Herstellern vorgestellt hat, beurteilt das Risiko einer Infektionsübertragung an Bord beim Tragen einer Maske als „sehr gering“.

Zahlreiche weitere Veröffentlichungen belegen, dass das Übertragungsrisiko an Bord durch die Kombination der technischen Gegebenheiten zusammen mit dem Einhalten der Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf ein sehr niedriges Maß reduziert ist – nachweislich niedriger, als in vielen anderen Alltagssituationen.

Maßnahmen vor Antritt der Reise:

  • Passagiere werden bereits beim Check-in über zusätzliche Schutzmaßnahmen informiert. Beim Einchecken bestätigen Passagiere, dass sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.
  • Passagiere werden insbesondere auf die Maskenpflicht hingewiesen und gebeten, eine medizinische Maske (OP-Maske oder einer Maske des Standards FFP2 oder KN95/N95 ohne Ausatemventil) mitzuführen.
  • Fluggesellschaften vergeben fest zugewiesene Sitzplätze, die eine eventuelle Nachverfolgung ermöglichen.

Maßnahmen am Flughafen:

  • Passagiere werden auf Regeln zur hygienischen Händedesinfektion und Etikette beim Husten hingewiesen.
  • Wo immer es möglich ist, soll Abstand zu anderen Reisenden gewahrt werden – darauf wird zum Beispiel durch Bodenmarkierungen und die Umgestaltung der Wartebereiche hingewiesen.
  • Da Abstand halten nicht überall möglich ist (u.a. an den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckentgegennahme), gilt in den Flughafengebäuden eine generelle Maskenpflicht.
  • Für Beschäftigte mit engem Kundenkontakt gelten besondere Schutzmaßnahmen, zum Beispiel eine Maskenpflicht und Glasfronten an den Schaltern.
  • Alle Bereiche und Flächen am Flughafen unterliegen erhöhten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.
  • Passagiere werden durch regelmäßige Ansagen, Plakate, Videos, Bodenmarkierungen etc. für die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sensibilisiert.

Maßnahmen beim Einsteigen und Aussteigen:

  • Der Boarding/Deboarding-Prozess wird verlangsamt, um das Abstandhalten zu erleichtern.
  • Wo immer es möglich ist, werden für das Boarding und Deboarding Fluggastbrücken eingesetzt.
  • Falls doch ein Bus-Boarding/-Deboarding nötig ist, werden mehr Busse eingesetzt.

Maßnahmen an Bord des Flugzeugs:

  • Die Luft für die Kabine wird stetig ausgetauscht: Sie wird durch die Decke in die Kabine gepumpt und unterhalb der Fenstersitze wieder abgesaugt. Auf diese Weise werden Längsströmungen minimiert. Sie besteht zur Hälfte aus frisch eingeleiteter Außenluft sowie Rezirkulationsluft (Komplettaustausch in 2-3 Minuten). Vor dem Einleiten entfernen HEPA-Filter Viren, Bakterien, Pilze und Staub zu über 99,9 % aus der Rezirkulationsluft.
  • An Bord der Flugzeuge deutscher Fluggesellschaften gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Schutzmaske, also einer OP-Maske oder einer Maske des Standards FFP2 oder KN95/N95 ohne Ausatemventil.
  • Der Bordservice wird auf das Notwendige reduziert.
  • Alle Bereiche und Flächen im Flugzeug unterliegen erhöhten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.